Weissenberg bietet Flüchtling neue Perspektive

Neues aus unseren Mitgliedsunternehmen

16.03.2017

Wolfsburg. Mit sofortiger Wirkung hat Weissenberg einen neuen Mitarbeiter eingestellt. Was sich zunächst nach einem eher gewöhnlichen Vorgang anhört, ist im vorliegenden Fall allerdings eine besondere Erwähnung wert. Denn mit Muhannad Fakhouri ist nicht nur ein neuer Junior IT Consultant, sondern auch ein Flüchtling Mitglied des Teams geworden. Der Dreiundzwanzigjährige stammt aus dem syrischen Aleppo und ist vor dem Krieg nach Deutschland geflohen. Auf den großen Enthusiasmus der Anfangszeit folgte jedoch bereits rasch Ernüchterung. In diesem Zusammenhang habe er bemerkt, dass es entgegen zahlreicher Gerüchte, die er bereits in seiner Heimat gehört hatte, in Deutschland weder ein Haus noch Arbeit für ihn gab. Vielmehr stellte er fest, dass niemand einen Plan für seine Zukunft entworfen hatte, so Fakhouri. Vorstellung und Wirklichkeit passten nicht wirklich überein, doch demotivieren ließ er sich davon nicht.

 

Mit Leistung überzeugt

Er setze sich mit Erfolg gegen eine Reihe von Mitbewerbern durch. Weissenberg Geschäftsführer Milad Safar weist jedoch darauf hin, dass seine Einstellung nichts mit seiner Herkunft zu tun habe. Als leistungsorientiertes Unternehmen komme es ihm darauf an, kompetente Spezialisten einzustellen; ebenso wichtig sei es, fähigen Menschen eine Chance zu geben. Er habe feststellen müssen, dass kaum ein Flüchtling das Potential von Muhannad Fakhouri aufweise. Die Bereitschaft, Migranten einzustellen, ergebe sich aber auch aus der Philosophie von Weissenberg, der zufolge sich das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung bewusst ist und gern einen Beitrag zur Integration leisten möchte.

 

Streben nach mehr

Tatsächlich weist aber auch Fakhouris Lebenslauf das Streben nach Weiterbildung aus. Noch vor seiner Einreise nach Deutschland hat er in der Türkei eine Fortbildung absolviert und ehrenamtlich als App-Entwickler für Hilfsorganisationen gearbeitet. Selbst die schwierigen Bedingungen von Flucht und Auslandsaufenthalt den jungen Mann nicht davon abgehalten haben, für seinen Erfolg zu arbeiten.
Safar findet, dass die Flüchtlinge eine Chance für Unternehmen sein können, wenn sie gut ausgebildet sind. Nicht nur werde dadurch dem akuten Fachkräftemangel begegnet, sondern auch neue Perspektiven in ein Unternehmen gebracht. Weiteres unter: www.weissenberg-solutions.de